Beschreibung des Open BioLab Graz


Anfang 2013 hat sich eine Gruppe ambitionierter Studenten aus den Bereichen Molekularbiologie, Pharmazie, Telematik und Biotechnologie sowie privat Interessierter geformt, um eine außergewöhnliche Idee zu realisieren: Die Gründung eines offenen Gemeinschaftslabors für Molekularbiologie - von Forschungsbegeisterten für Forschungsbegeisterte.


Uns treibt ein starkes Interesse an molekularbiologischer Forschung und Technik an, aber die Universitäten bieten wenig Raum für den kreativen, freien und selbstständigen Umgang damit sowie für interdisziplinäres und gemeinschaftliches Arbeiten. Privat Interessierte habe noch weniger Möglichkeiten ihrer Leidenschaft nachzugehen. Bedingungen, durch die viel menschliches Potential, Motivation und Innovation im Keim ersticken.


Das Ziel des 'Open bioLab Graz - Austria', oder kurz 'OLGA' ist daher folgendes:


Wir unterhalten ein für Interessierte rund um die Uhr frei zugängliches Labor, in dem Platz ist für kreative, gemeinschaftliche, fächerübergreifende Projekte, Freude an der Forschung, sowie Lernen von und miteinander. Nicht nur als Hobby, sondern auch als Innovations- und Talenteschmiede, die als wertvolle Ergänzung zur universitären Bildung dienen soll. Die nötige Ausrüstung wurde und wird laufend über Spenden, Eigenentwicklungen (Thermocycler, Bioreaktor, 3D-Bioprinter) oder aus nicht mehr benötigten Altbeständen organisiert. Während es in anderen Fachbereichen wie Elektronik bereits viele entsprechende Initiativen gibt (in Wien z.B. das 'Metalab'), kann man frei Labore für Molekularbiologie in ganz Europa an einer Hand abzählen, sogar weltweit finden sich nur unwesentlich mehr. Sie wurden unter Begriffen wie „DIY-Bio“ oder „Bio-hacking“ bekannt. Wir freuen uns, in Graz eine österreichweite Vorreiterrolle einnehmen zu können. Begeisterte Mitwirkende aus anderen Teilen Österreich und sogar dem nahen Ausland unterstreichen dies.


Die Laborräumlichkeiten mit über 15m² und separatem Aufenthaltsbereich stehen bereit und werden ständig weiter ausgestattet; das Laborprojekt ist im Verein 'realraum' organisiert. Spenden und Unterstützung jeglicher Art (Laborausrüstung, Gerätschaften, Reagenzien, Geldspenden, Fachvorträge) werden dankend angenommen!


Was sind die Vorteile von OLGA, welche Möglichkeiten bietet das Projekt?

  • Freie, kreative Forschung, frei nach Interesse & Leidenschaft (z.b. an ökologisch bedeutenden Themen) statt den Ökonomischen & Erfolgs-Zwängen der Arbeitswelt und Universität folgen zu müssen.
  • Die Möglichkeit molekulare Biologie in Eigenregie zu erlernen und anzuwenden, ohne vollkommen von den veralteten Lehrmethoden von Schulen und Universitäten abhängig zu sein. Keiner, der sich das anmaßende Recht herausnimmt, darüber zu entscheiden wer molekulare Biologie machen darf und wer nicht. (Aufnahmeprüfungen, Knock-Outprüfungen, „Bulemielernen“–> Nein danke.)
  • Unkompliziertes, fächerübergreifendes Arbeiten mit Freunden, alleine, oder wie immer man will
  • Keine Diskriminierung auf Grund von Alter, Schulabschluss, finanziellen Mitteln…
  • 24/7 Zugang zu einem Labor
  • Übungsmöglichkeiten für Studenten ohne ständigen Notendruck, Fehler zu machen ist Ok! Manchmal sogar der größere Spaß ;)
  • Unabhängige DNA Tests, Umwelt Tests,…
  • Freier Zugang zu Wissen, Open-Source Kultur


 
olga/beschreibung.txt · Zuletzt geändert: 2013-10-29 14:04 von humpel
Letzte Änderungen · Zeige Quelltext · Admin · Anmelden